{"id":70,"date":"2026-05-30T22:54:48","date_gmt":"2026-05-30T22:54:48","guid":{"rendered":"https:\/\/zack.noblogs.org\/?p=70"},"modified":"2026-06-08T15:21:35","modified_gmt":"2026-06-08T15:21:35","slug":"zack-zone-autonome-culturelle-klybeck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zack.noblogs.org\/?p=70","title":{"rendered":"ZACK! Zone-Autonome-Culturelle-Klybeck"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-599c4eda-76b7-4198-a0c9-443ec76561df\">Basel, Klybeck Quartier: 30. Mai 2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-abe7ecec-c34c-4b49-9841-e4135ac51c20\">Der selbstverwalteten (Kultur-)Szene den Stecker gezogen..? ..ZACK &#8211; l\u00e4uft wieder!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-4e24f597-bc57-476f-a9e6-9bb9990f8c12\">Heute, in der Nacht vom 30. Mai 2026 wurden die leerstehenden Geb\u00e4ude K106, K104 und K102 im n\u00f6rdlichen Teil des Klybeck-Areals besetzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-fd85bbdf-d9d6-447d-a55b-4a28a15436a1\">Mit der Besetzung des Areals haben Menschen der Stadt Basel einen dringend ben\u00f6tigten selbstorganisierten (Kultur-)raum zur\u00fcckgeholt!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-339326d4-edb1-4bb3-bb66-39ac8a1bddac\">Das Ende der professionell abgewickelten Zwischennutzung auf dem Areal ist kein Grund die Geb\u00e4ude dem Jahrelangen Leerstand und den Profitinteressen zu \u00fcberlassen. Um stattdessen einen Ort des Miteinanders zu schaffen, rufen wir alle Menschen des Quartiers, der Stadt Basel und dar\u00fcber hinaus dazu auf, vorbeizukommen und sich einzubringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-51e099b3-f32a-4ea4-9003-bd2a8eaf1de5\">Wir fordern die Stadt Basel, Swisslife und Rhystadt AG dazu auf, die heute besetzten Geb\u00e4ude im n\u00f6rdlichen Teil des Areals langfristig und vertragslos abzutreten, aus der restlichen Quartiersplaung von Klybeck Plus herauszul\u00f6sen und die Nutzung des Areals an die Selbstverwaltung von Unten zu \u00fcbergeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-68546036-961a-4a78-b895-849e7610a9ca\">WER WIR SIND<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-6b144395-61ad-49d8-98ce-965f4eee1959\">Wir sind die Bewohnenden eines Quartiers und einer Stadt, die sich selbst schon l\u00e4ngst verkauft hat. Wir sind die \u00dcbriggebliebenen einer jahrelangen Aufrechterhaltung von nicht-kapitalisierten und kollektiven R\u00e4umen; die Vertriebenen aus unseren H\u00e4usern, Besetzungen, Werkst\u00e4tten, Veranstaltungsr\u00e4umen, Ateliers und Prober\u00e4umen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-29ecb454-493d-48b7-86b6-bb33536dcbb7\">Wir kommen aus gemeinschaftsorientierten, kollektiverwalteten und jahrelang gepflegten sozialen Zusammenh\u00e4ngen und reihen uns ein in die gelebte Geschichte einer autonomen Bewegung sowie Kulturszene in Basel und ihren Kampf f\u00fcr Nischen, Freir\u00e4ume, DIY und Tamtam. Wir sind miteinander verbunden durch unsere politische \u00dcberzeugung, der Ablehnung der kapitalisierten Kulturlandschaft, und der Erinnerung an Zeiten, in denen Orte noch ohne finanzielle F\u00f6rdermittel und unn\u00f6tige b\u00fcrokratische Anstrengungen auskamen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-596a1071-44b0-48db-a2d9-aef07b311903\">Nun sind wir zusammengekommen, weil wir alle an einem Punkt angelangt sind, an dem es uns unm\u00f6glich erscheint, unsere unentgeltlichen Vorhaben, Veranstaltungen, Experimente, sozialen Zusammenk\u00fcnfte und lebendige Begegnungsorte weiterzuf\u00fchren. Wir mussten viele unserer R\u00e4ume \u00fcber die Jahre verlassen, der Ball wurde lange genug flach gehalten. Doch wir lassen uns nicht weiter vertreiben, der Kampf um eine Stadt von Unten geht weiter und wir mischen ab jetzt wieder mit!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-8d833e9a-12a1-4741-a357-36ff69c532c4\">WAS BISHER GESCHAH<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-f56260ad-df81-4b77-9dff-f9e640641dbe\">Die historisch und architektonisch einzigartigen Geb\u00e4ude im n\u00f6rdlichen Teil des ehemaligen Areals der Chemiefirma BASF sind Teil der Industriegeschichte von Basel und gl\u00fccklicherweise verschont von sch\u00e4dlichen Giftstoffen im Boden. 2019 wurde das gesamte Werkareal \u2013 rund 300&#8217;000 m2 \u2013 f\u00fcr 1.2 Milliarden Franken an die zwei Immobilieninvestoren Swisslife und Rhystadt AG verkauft, die in Kooperation mit der Stadt Basel ihr Renditeprojekt &#8222;KlybeckPlus&#8220; in Form eines Stadtquartiers vorantreiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-61f04a47-5b1a-4717-b722-21628fcdd0aa\">Mit der professionellen Zwischennutzungsvermittlung \u00abUnterdessen\u00bb, die zwischen 2019 und 2026 diverse Zwischennutzungsverh\u00e4ltnisse auf dem Areal abwickelte, konnte der Leerstand mittelfristig kaschiert werden, ohne strukturelle Probleme zu l\u00f6sen. Im Gegenteil: Statt einer dauerhaften \u00f6ffentlichen Nutzung werden von der Eigent\u00fcmerschaft Zwischennutzungen strategisch Gebrauch gemacht, um anhand kultureller und k\u00fcnstlerischer Projekte die Wertsteigerung voranzutreiben, ohne eine langfristige Verpflichtung einzugehen. Trotz dem Ausbleiben von Bebauungspl\u00e4nen wurde den letzten Parteien auf dem Areal fristlos auf Ende April 2026 gek\u00fcndigt. Das gesamte Areal steht nun leer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-9a383e5b-eff0-45d5-a04b-42c224c8532d\">FREIR\u00c4UME IN BASEL<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-69d61b8c-fb00-4023-861b-d04a91d12e8a\">Es fehlen R\u00e4ume, in denen wir spontan zusammenkommen, in die wir einladen, in denen kollektive Ideen entstehen und lebendig gehalten werden, in denen wilde Experimente und lustige Fehler m\u00f6glich sind und ungeplante soziale Interaktionen stattfinden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-0f2dc357-8c77-4802-838b-5caf676dae41\">Das NT-Areal wurde schon vor Jahren, im Einklang mit den Interessen der Investor_innen zu einem professionell und hierarchisch verwalteten h\u00fcbschen Wohnquartier, das Lysb\u00fcchel wird im Herbst darauf folgen. Rheinhattan konnte 2013 mit einer grossen Kampagne vorl\u00e4ufig versenket werden. Nun w\u00fcten bis zur baldigen Wiederaufnahme des Bauvorhabens an der Uferstrasse verschiedenen Zwischennutzungen, die sich einen alternativen Anstrich aneignen und daraus Profit schlagen. Jeder noch so kleinen L\u00fccke der Stadt wird eine effiziente Nutzung auferlegt und gef\u00fcllt mit projektorientierten, tempor\u00e4ren und profitablen F\u00f6rdervereinen und Playern der Gentrifizierung. R\u00e4ume f\u00fcr Undefiniertes, f\u00fcr noch Unklares, f\u00fcrs Ausprobieren im Dazwischen passen l\u00e4ngst nicht mehr ins Stadtbild.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-084daec4-20ee-4f7b-adee-c6a0d4e4210d\">Im Grunde genommen sind es noch immer die gleichen Forderungen, die schon ein bis zwei Generationen vor uns, in den 80ern gestellt wurden und die gerade Heute wichtiger sind denn je!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-05a0e722-e431-4b03-b738-ed3728c0b9f8\">GEGEN DIE STADT DER REICHEN<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-12a26a30-4f9b-4bca-ad70-2355df14daf9\">W\u00e4hrend sich die Stadt mit ihrer punktuellen Kulturf\u00f6rderung zu r\u00fchmen versucht, verkauft sie ganze Quartiere an millionenschwere Privatkonzerne der ekligsten Art. Diese wiederum setzen ihren Profitoasentraum ohne R\u00fccksicht auf Verluste in die Tat um und verschleiern ihr Geldanlageprojekt ganz nach neoliberaler Manier als partizipative Stadtentwicklung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-f4b12854-a079-404b-9d39-b6f6d00c947e\">Doch statt einer ehrlichen und bed\u00fcrfnisorientierten Einbindung des gesamten Quartiers gibt es Infoanl\u00e4sse, denen weder Mitsprache noch Entscheidungsmacht zukommt. Eine strategische Instrumentalisierung partizipativer Konzepte, deren wissenschaftlich fundierte Endform die Selbstverwaltung ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-e9e1668a-7459-4693-9d65-6238d4919a33\">Hierf\u00fcr ist die Regierung verantwortlich. Wir brauchen keine neuen 4-Zi-Wohnungen f\u00fcr 3000 CHF aufw\u00e4rts. Wir brauchen keine Hightech-Hobbyr\u00e4ume, keine modularen Caf\u00e9s und auch keine mobilen Gr\u00fcnanlagen. Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum f\u00fcr alle Menschen und undefinierte Freir\u00e4ume, die wir selbstverwaltet und unkommerziell organisieren!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-ea2c77a7-6682-41fd-bac7-e589f4fa003f\">(JUGEND)KULTUR IST KEIN GESCH\u00c4FT &#8211; (JUGEND)KULTUR IST DIY<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-c9bdf96a-220e-426c-8f07-1693430af537\">Im Anschluss an die Schliessung des Sommercasinos \u00e4usserte sich der Regierungsrat Conradin Cramer auf eine Interpellation (Nr 62., eingereicht vor der Grossratssitzung vom 15. Mai 2024) betreffend Zukunft und F\u00f6rderung von Jugendkultur in Basel wie folgt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-767f8837-4cfb-44c1-a500-05d37996d1cb\">&#8222;Ob ein \u00abJugendkulturhaus\u00bb (&#8230;) weiterhin den Bed\u00fcrfnissen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen entspricht, ist zu pr\u00fcfen. Der Input dazu muss von Akteuren der Jugendkultur kommen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-eba2e1a8-7cca-47cc-a723-11adec0fe607\">Wir nehmen dich beim Wort Conradin und sehen unsere proaktive Aneignung des \u00f6ffentlichen Raums auch als notwendigen und l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4lligen Input im Rahmen einer selbstbestimmten und eigendynamischen Jugendkultur. \u00dcbrigens ganz im Sinne eurer Definition einer &#8222;Jugendkultur als aktive und selbstinitiierte kulturelle T\u00e4tigkeit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, welche sich positiv auf die Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung auswirkt (&#8230;), da die Projekte der aktiven Jugendkultur meist von den Jugendlichen selbst initiiert und von ihren Interessen gepr\u00e4gt sind&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-7465c761-9173-41cb-afb5-17db4e78221f\">Die Jugend braucht keine projektorientierte, individualisierte und neoliberale Kulturf\u00f6rderung. Die Jugend braucht &#8211; wie alle anderen &#8211; Raum!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-f365c14b-11c9-461a-aeba-d0f4ee5157b2\">Wir sind viele! Wir sind DIY! Wir sind autonom, unkommerziell und selbstverwaltet! Wir sind Stadtentwicklung von Unten! Wir scheissen auf eure Stadt der Reichen! Wir wissen was hinter den Z\u00e4unen auf uns wartet und wir holen es uns! WIR SIND AUF ZACK!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" id=\"block-4a33ccee-85ec-4570-bdfa-1139e6ca6170\">Hast du Ideen \/ Feedback: <a href=\"mailto:zack@immerda.ch\">zack@immerda.ch<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Basel, Klybeck Quartier: 30. Mai 2026 Der selbstverwalteten (Kultur-)Szene den Stecker gezogen..? ..ZACK &#8211; l\u00e4uft wieder! Heute, in der Nacht vom 30. 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